{"id":29,"date":"2014-09-09T17:59:14","date_gmt":"2014-09-09T15:59:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maennerchor-oberneunforn.ch\/wordpress\/?page_id=29"},"modified":"2020-09-13T10:56:46","modified_gmt":"2020-09-13T08:56:46","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/maennerchor-oberneunforn.ch\/?page_id=29","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1>Geschichte<\/h1>\n<p>F\u00fcr die Aufarbeitung und die Dokumentation der Geschichte des M\u00e4nnerchors Oberneunforn waren umfangreiche Recherchen n\u00f6tig. Zahlreiche Protokolle aus lange vergangenen Tagen und historische Zeitungsartikel mussten dazu gesichtet und gelesen werden. Die daf\u00fcr investierte Zeit hat sich aber mehr als gelohnt, war es doch auch gleichzeitig eine spannende Reise in eine fr\u00fchere Zeit und ein Gang durch die Geschichte.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich Herrn <a title=\"Kontakt: Materialverwalter (Oskar Kradolfer)\" href=\"https:\/\/maennerchor-oberneunforn.ch\/?page_id=171\">Oskar Kradolfer<\/a> ganz herzlich f\u00fcr sein Engagement und seine Unterst\u00fctzung bei diesem Unterfangen danken. Ohne seinen Einsatz w\u00e4re es nicht m\u00f6glich gewesen all die Informationen zusammenzutragen.<\/p>\n<h2>Gr\u00fcndung des M\u00e4nnerchors Oberneunforn<\/h2>\n<p>Der M\u00e4nnerchor Oberneunforn wurde im Jahre <strong>1882<\/strong> durch Otto Neuweiler ins Leben gerufen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Zum Zwecke der Pflege und Hebung des Gesanges und zur Weckung des gesellschaftlichen Lebens\u00a0wird ein Gesangsverein gegr\u00fcndet.<\/em><\/p>\n<p>An der Gr\u00fcndungsversammlung im Jahr <strong>1882<\/strong> wurden 36 S\u00e4nger feierlich in den M\u00e4nnerchor Oberneunforn aufgenommen. Otto Neuweiler war in dieser Zeit Lehrer in Oberneunforn. Er pr\u00e4gte die ersten Jahre des Chors dabei nicht nur als Pr\u00e4sident, sondern lenkte dessen musikalische Entwicklung auch als Dirigent, getreu dem heute noch g\u00fcltigen Motto:<\/p>\n<h2 style=\"padding-left: 30px;\"><em>Es gebe sich kund in harmonischen T\u00f6nen begeisterte Liebe zum Guten und Sch\u00f6nen.<\/em><\/h2>\n<p>Damit sich die harmonischen T\u00f6ne auch entwickeln konnten, wurden jede Woche zwei Chorproben durchgef\u00fchrt. Diese wurden wie folgt vereinbart:<\/p>\n<table style=\"table-layout: fixed; border-color: #ffffff;\" border=\"0\" frame=\"void\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px; color: #ffffff;\">\u00b7<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\"><strong>Sonntag<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\"><strong>Mittwoch<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 28%;\"><span style=\"font-size: 13px; color: #ffffff;\">\u00b7<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\"><strong>Winter<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\">19:30 Uhr<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\">19:00 Uhr<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 28%;\"><span style=\"font-size: 13px; color: #ffffff;\">\u00b7<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\"><strong>Sommer<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\">13:30 Uhr<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 24%;\"><span style=\"font-size: 13px;\">21:00 Uhr<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 28%;\"><span style=\"font-size: 13px; color: #ffffff;\">\u00b7<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das Rauchen war w\u00e4hrend der Chorprobe untersagt und wurde mit 5 Rappen Busse bestraft!<\/p>\n<h2>Erstes Konzert<\/h2>\n<p>Durch die regelm\u00e4ssigen und h\u00e4ufigen Proben des M\u00e4nnerchors entwickelten sich dessen harmonische T\u00f6ne sehr rasch. Im Jahr <strong>1883<\/strong> wurde deshalb ein Silvester-Konzert zusammen mit den T\u00f6chtern als gemischter Chor veranstaltet. Im Rahmen dieses Konzerts wurde Otto Neuweiler ein Neujahrsgeschenk \u00fcberreicht: eine Pariser Pendule im damaligen Wert von CHF 55.00. In dieser Zeit war dies ein sehr grosser Betrag, und jedes Mitglied des Chors spendete deshalb CHF 2.50.<\/p>\n<h2>Erste Chorreise und Teilnahme am Bezirksgesangfest<\/h2>\n<p>Im Jahre <strong>1887<\/strong> unternahm der M\u00e4nnerchor Oberneunforn seine erste zweit\u00e4gige Reise. Das Ziel war der Vierwaldst\u00e4ttersee. Man traf sich am ersten Tag um 02:00 Uhr f\u00fcr den gemeinsamen Marsch nach Winterthur, wo der Zug nach Z\u00fcrich um 05:00 Uhr bestiegen wurde. Die Fahrt f\u00fchrte \u00fcber Z\u00fcrich nach Zug und anschliessend mit dem Dampfschiff bis Arth. Die Reise ging weiter auf die Rigi, nach Vitznau und Brunnen mit einer \u00dcbernachtung in Schwyz. Am zweiten Tag startete man auch wieder fr\u00fch am Morgen mit einer Wanderung nach Fl\u00fcelen. Von dort ging es mit dem Schiff nach Luzern und anschliessend mit der Bahn zur\u00fcck nach Winterthur und Ossingen. Die dabei genutzte Bahnlinie Winterthur &#8211; Etzwilen wurde <strong>1875<\/strong> er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Am <strong>16. Mai 1887<\/strong> wurde beschlossen, am Bezirksgesangfest in Ossingen teilzunehmen. S\u00e4nger, die nicht teilnehmen konnten, wurden mit einer Busse von CHF 5.00 belegt.<\/p>\n<h2>Licht und W\u00e4rme<\/h2>\n<p>Der M\u00e4nnerchor Oberneunforn wurde im Jahr <strong>1888<\/strong> von der Schulvorsteherschaft ger\u00fcgt, er d\u00fcrfe kein Schulholz mehr zum Heizen und kein \u00d6l mehr f\u00fcr die Beleuchtung verwenden. Daraufhin wurden 50 Buscheln angeschafft, der T\u00f6chterchor sollte die H\u00e4lfte der Kosten \u00fcbernehmen. Das f\u00fcr die Beleuchtung ben\u00f6tigte \u00d6l wurde zuk\u00fcnftig durch den M\u00e4nnerchor bezahlt, der T\u00f6chterchor sorgte f\u00fcr die regelm\u00e4ssige Reinigung der Lampen. Zus\u00e4tzlich wurde ein Heizer eingestellt.<\/p>\n<p>Nach nur einj\u00e4hrigem Bestehen wurde der T\u00f6chterchor im Jahr <strong>1889<\/strong> wieder aufgel\u00f6st. Der M\u00e4nnerchor \u00fcbernahm aus dem Nachlass 17 Buscheln \u00e0 30 Rappen und legte die Besoldung des Heizers auf CHF 10.00 fest.<\/p>\n<h2>Neue und alte Dirigenten<\/h2>\n<p>Im Jahr <strong>1890<\/strong> trat der M\u00e4nnerchor Oberneunforn dem Thurgauer Kantonalgesangverband bei und Lehrer Braun \u00fcbernahm neu die Funktion des Dirigenten. Seine Besoldung wurde auf CHF 50.00 festgelegt. Im Jahr <strong>1892<\/strong> \u00fcbernahm Otto Neuweiler wieder die Funktion als Dirigent bis zu seinem erneuten R\u00fccktritt im Jahr <strong>1895<\/strong>. In diesem Jahr trat Lehrer Luder als Dirigent in den M\u00e4nnerchor ein. Die Besoldung des Dirigenten wurde neu auf CHF 60.00 erh\u00f6ht.<\/p>\n<h2>Erste Abendunterhaltung<\/h2>\n<p>Am <strong>Samstag, 13. M\u00e4rz 1898<\/strong> um 20:30 Uhr wurde die erste Abendunterhaltung des M\u00e4nnerchors Oberneunforn ausgerichtet. Wie auch heute noch fand die Hauptprobe mit der Kindervorstellung am Nachmittag des ersten Samstags statt. Die Abendunterhaltung startete um 20:30 Uhr und wurde am darauffolgenden Samstag, 20 M\u00e4rz 1898 wiederholt. Der Eintritt betrug damals 20 Rappen. Das Ergebnis dieser ersten Abendunterhaltung war ein Defizit von CHF 41.07, welches durch die Mitglieder des Chors ausgeglichen wurde.<\/p>\n<p>Der M\u00e4nnerchor Oberneunforn liess sich von dem Defizit aber nicht beirren und richtete im Folgejahr erneut eine Abendunterhaltung aus, erh\u00f6hte den Eintrittspreis aber auf 70 Rappen pro Besucher und liess in der Andelfinger Zeitung zwei Inserate publizieren. Diese zweite Abendunterhaltung konnte mit einem Vorschlag von CHF 21.90 abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Befl\u00fcgelt durch den positiven Abschluss wurde im Jahr <strong>1900<\/strong> der Eintrittspreis erneut erh\u00f6ht auf 80 Rappen, und es wurden drei Inserate in der Andelfinger Zeitung publiziert. Auch diese Abendunterhaltung konnte mit einem Vorschlag abgeschlossen werden, welcher aber diesmal nur CHF 1.00 betrug.<\/p>\n<h2>20-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um<\/h2>\n<p>Fortsetzung folgt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte F\u00fcr die Aufarbeitung und die Dokumentation der Geschichte des M\u00e4nnerchors Oberneunforn waren umfangreiche Recherchen n\u00f6tig. Zahlreiche Protokolle aus lange vergangenen Tagen und historische Zeitungsartikel mussten dazu gesichtet und gelesen werden. 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